Schlagwort: 2025

  • Reinhard Strohm: Oper in Bewegung. Europäisches Musiktheater vom Barock zur Romantik [Bernhard Wallerius]

    Reinhard Strohm: Oper in Bewegung. Europäisches Musiktheater vom Barock zur Romantik. Neuausg. – Kassel u. Berlin: Bärenreiter u. J.B. Metzler, 2025. – 319 S.: s/w u.farb. Abb., Notenbsp.
    ISBN 978-3-7618-2676-8 (Bärenreiter) u. 978–3-662-71347-1 (Metzler): € 49,99 (geb.; auch als eBook)

    Wer hinter dem Titel eine Erörterung dessen wie sich Oper in der Gegenwart bewegt erwartet, wird beim Weiterlesen in das genaue Gegenteil hineingeführt. Strohms in Fachkreisen anerkannte Publikationen beschäftigen sich mit Musik für die Bühne vom Mittelalter bis zu Vivaldi und Händel, und so geht es auch in diesem Buch meist um die Anfänge der Gattung. Die 27 Stücke des Textes hängen nur lose zusammen, wenige nur sind für dieses Buch geschrieben, viele stammen aus verstreuten Publikationen, vor allem aus Programmheften für das Theater an der Wien. So ist das Buch nicht unbedingt zum durchgängigen Lesen bestimmt, es ist eher ein Lesebuch für Opernenthusiasten zum darin herumblättern. Man findet Werkeinführungen zu Opern von Monteverdi bis Donizetti (s.u. bei ‚Schlagworte‘). Dabei setzt er sich auch für den völlig vergessenen Peter von Winter ein, dessen zuletzt 1917 aufgeführte Oper ‚Das unterbrochene Opferfest‘ er ausgiebig bespricht.

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  • Beate Sorg: Christoph Graupner. Biographie eines Hofkapellmeisters [Peter Sühring]

    Beate Sorg: Christoph Graupner. Biographie eines Hofkapellmeisters. – Baden-Baden: Georg Olms, 2025. – 265 S.: Abb. (Studien und Materialien zur Musikwissenschaft ; 137)
    ISBN 978-3-487-17157-9 : € 39,00 (Pb.; auch als eBook)

    Sehr ehrenwert ist es, dass Michael Maul ‑ seines Zeichens Intendant des Leipziger Bach-Festes, sowie institutionalisierter Bach-Forscher und Bach-Archivar ‑ anstatt sich nur im Glanz seines allseits anerkannten Heros der Musik zu sonnen, hier in einem schönen Geleitwort eine Lanze für Christoph Graupner bricht, der ‑ ganz im Schatten des meist auf seine späten Leipziger Jahre reduzierten Sebastian Bachs stehend – auch ein zwar anders geartetes, aber quantitativ und qualitativ nicht minder imposantes geistlich-weltliches, vokal- instrumentales Œuvre hinterlassen hat. Maul plädiert dafür, ohne Bach kleinreden zu wollen, mit dem Kleinreden Graupners aufzuhören. Für seine illustren und markigen Worte kann man sich nur bedanken, und sie geben eine wunderbare Eröffnungsfanfare ab für ein Buch, das diese zwar nicht nötig gehabt hätte, aber doch eine kräftige Einladung für manchen potentiellen Leser abgibt, der vielleicht zögern könnte, dieses Buch wirklich aufmerksam zu lesen. Das aber lohnt sich nun wirklich.

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  • Walter Pfann: Die Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Spiegel eines Lebens [Rüdiger Albrecht]

    Walter Pfann: Die Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Spiegel eines Lebens. – Mainz: Schott, 2025. – 146 S.: Farb-Abb. und Fotos.
    ISBN 978-3-7957-3415-2 : € 29,90 (geb.)

    Beethovens Zeitgenossen, zumindest die Hellhörigen unter ihnen, erahnten schon früh die beispiellose Singularität der 32 Klaviersonaten. Hans von Bülow, der sie ab 1887 zyklisch aufführte, erhob sie zum Neuen Testament der Klaviermusik. Bis heute entziehen sie sich weitgehend dem spontanen Zugriff und einem die letzten Geheimnisse offenbarenden Verstehen.

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  • Moritz Stetter: Die Knef. Graphic Novel [Friedegard Hürter]

    Moritz Stetter: Die Knef. Graphic Novel – Hamburg: Carlsen, 2025. – 208 S.: farb. Abb.
    ISBN 978-3-551-77038-7: € 26,00 (geb.)

    An Würdigungen für Hildegard Knef (1925–2002), die am 28. Dezember 2025 ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, mangelte es nicht. Über mehrere Jahrzehnte stand die selbstbewusste, emanzipierte Künstlerin immer wieder im Scheinwerferlicht und ließ die Öffentlichkeit an ihrem zerrissenen Leben zwischen Triumphen, Krisen und Abstürzen teilhaben. Die schillernde Persönlichkeit faszinierte auch den 1983 geborenen Hamburger Comickünstler Moritz Stetter. Die Knef nannte er seine mehr als 200 Seiten umfassende Graphic Novel, die ein facettenreiches, spannendes Porträt der unverwechselbaren Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin zeichnet.

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  • Freddy Quinn mit Daniel Böcking: Wie es wirklich war [Andreas Vollberg]

    Freddy Quinn mit Daniel Böcking: Wie es wirklich war. Die Autobiografie – Höfen: Koch, 2025. – 264 S.: s/w-Abb.
    ISBN 978-3-85445-790-9 : € 25,00 (kart.; auch als eBook)

    Goldene Schallplatten, Kinoknüller, Fernsehshows, überhaupt eine Popularität ohnegleichen kürten Freddy Quinn (*1931) zum seinerzeit erfolgreichsten Schlagerstar Deutschlands. Umgekehrt schossen Legenden, Mythen und Widersprüche um seine Person ins Kraut. So verkörperte er für treue Fangemeinden und Oldiefreunde einen nach Weltumseglungen

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  • Schalten Sie ab! Neue Musik im Radio [Markus Bandur]

    Schalten Sie ab! Neue Musik im Radio / Hrsg. von Harry Vogt u. Martina Seeber. – o. O.: Wolke, 2025. – 232 S.: s/w-Fotos, Bibliogr., Reg.
    ISBN 978-3-955593-166-7 : € 29,00 (Pb.)

    Der harmlos-launig klingende Titel Schalten Sie ab! Neue Musik im Radio deutet in keiner Weise darauf hin, dass es sich bei dem von dem langjährigen Redakteur für Neue Musik im WDR, Harry Vogt, und der SWR-Redakteurin Martina Seeber herausgegebenen Band um eine bündige, aber profunde Darstellung aller anfallenden Arbeitsvorgänge und mitwirkenden Einrichtungen im Zusammenhang mit Neuer Musik im Rundfunk handelt (von den beiden Herausgebern erschien 2023 bereits im selben Verlag und in vergleichbarem Kontext der Band Radio Cologne Sound. Das Studio für Elektronische Musik des WDR, siehe Besprechung).

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  • Andreas Jakubczik: Helmut Zacharias. Vom Jazzgeiger zum Weltstar [Andreas Vollberg]

    Andreas Jakubczik: Helmut Zacharias. Vom Jazzgeiger zum Weltstar. Dokumente eines Lebens in bewegter Zeit / Mit einem Nachwort von Gerhard Klußmeier. – München: Allitera, 2025. – 143 S.: zahlr. farb. u. s/w-Abb.
    ISBN 978-3-96233-522-9 : € 24,90 (geb.)

    Das deutsche Fernsehpublikum aller Altersstufen kannte in den 1970-er und 1980-er Jahren den zauberhaft Geige spielenden Helmut Zacharias (1920–2002), der in Musik- und Quizshows auf ARD oder ZDF das Populärste an Schlagern und Evergreens instrumental servierte. Wer aber erahnte dabei nur im Ansatz, welches künstlerische Potential, welches produktive Schaffen (über 400 Kompositionen, 1.400 Arrangements, 13 Millionen verkaufte Schallplatten), überhaupt welche Lebensgeschichte der lächelnde Entertainer vorzuweisen hatte?

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  • Ereignis und Geschichte. Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik, Darmstadt 1962-1994 [Rüdiger Albrecht]

    Ereignis und Geschichte. Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik, Darmstadt 1962-1994 / Hrsg. von Susanne Heiter und Dörte Schmidt. – München: edition text + kritik, 2025. – 559 S.: Farb- u. S/W-Fotos und Abb.
    ISBN 978-3-96707-010-1 : € 48,00 (brosch.)

    Ein gutes Menschenleben lang gibt es die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik nun schon. Gegründet wurden sie 1946 und seit bald 80 Jahren finden sie regelmäßig statt, anfangs jährlich, seit 1970 biennal. Und dass zwischen Wolfgang Steinecke, dem ersten Leiter und Thomas Schäfer, der die Ferienkurse seit nunmehr 17 Jahren leitet, nur drei weitere Amtsinhaber jeweils 14 bzw. 19 Jahre tätig waren, spricht für Stabilität und Kontinuität – von Ermüdung kann keine Rede sein.

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  • Joseph Horowitz: Dvořáks Prophezeiung und das Schicksal der Schwarzen klassischen Musik in den USA [Peter Sühring]

    Joseph Horowitz: Dvořáks Prophezeiung und das Schicksal der Schwarzen klassischen Musik in den USA. Aus dem Amerik. von Christian Much. – Berlin und Hofheim: wolke, 2025. 260 S. : s/w-Abb.
    ISBN 978-3-95593-267-1 : € 34,00 (geb.)
    [Originalausgabe: Dvořák’s Prophecy and the Vexed Fate of Black Classical Music, New York 2022]

    Das Schwergewicht dieses Buches und den Umschwung in der Musikgeschichtsschreibung, den es verursachen sollte, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Es gab eine verborgene, auf schwarzen, also afroamerikanischen und indigenen, also indianischen Wurzeln basierende Tradition, die der Autor „amerikanische Klassik“ nennt, die vergessen, marginalisiert und unterdrückt wurde und dies bis heute ist.

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  • Opera buffa: Gestern und heute. Past and Present [Jürgen Schaarwächter]

    Opera buffa: Gestern und heute. Past and Present / Hrsg. von Arnold Jacobshagen – Würzburg: Königshausen & Neumann, 2025. – 424 S.: Abb., Tab., Notenbsp. (Musik – Kultur – Geschichte 22)
    ISBN 978-3-8260-9547-4 : € 54,00 (brosch.; auch als eBook)

    Die Opera buffa ist eine reiche, vielfältige Musikgattung, die sich nicht nur durch die „buffonerie“ auszeichnet, die in unterschiedlichster Weise zur Unterhaltung beitragen, sondern auch durch ein weites Spektrum zwischen dramatischem Scherz („scherzo drammatico“) und distinguiertem, raffiniertem Humor. Der vorliegende Band enthält zwanzig Beiträge, die anlässlich einer Tagung gleichen Titels entstanden, die 2024 in Köln abgehalten wurde.

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