
Reinhard Strohm: Oper in Bewegung. Europäisches Musiktheater vom Barock zur Romantik. Neuausg. – Kassel u. Berlin: Bärenreiter u. J.B. Metzler, 2025. – 319 S.: s/w u.farb. Abb., Notenbsp.
ISBN 978-3-7618-2676-8 (Bärenreiter) u. 978–3-662-71347-1 (Metzler): € 49,99 (geb.; auch als eBook)
Wer hinter dem Titel eine Erörterung dessen wie sich Oper in der Gegenwart bewegt erwartet, wird beim Weiterlesen in das genaue Gegenteil hineingeführt. Strohms in Fachkreisen anerkannte Publikationen beschäftigen sich mit Musik für die Bühne vom Mittelalter bis zu Vivaldi und Händel, und so geht es auch in diesem Buch meist um die Anfänge der Gattung. Die 27 Stücke des Textes hängen nur lose zusammen, wenige nur sind für dieses Buch geschrieben, viele stammen aus verstreuten Publikationen, vor allem aus Programmheften für das Theater an der Wien. So ist das Buch nicht unbedingt zum durchgängigen Lesen bestimmt, es ist eher ein Lesebuch für Opernenthusiasten zum darin herumblättern. Man findet Werkeinführungen zu Opern von Monteverdi bis Donizetti (s.u. bei ‚Schlagworte‘). Dabei setzt er sich auch für den völlig vergessenen Peter von Winter ein, dessen zuletzt 1917 aufgeführte Oper ‚Das unterbrochene Opferfest‘ er ausgiebig bespricht.
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