Kategorie: Rezension

  • Moritz Stetter: Die Knef. Graphic Novel [Friedegard Hürter]

    Moritz Stetter: Die Knef. Graphic Novel – Hamburg: Carlsen, 2025. – 208 S.: farb. Abb.
    ISBN 978-3-551-77038-7: € 26,00 (geb.)

    An Würdigungen für Hildegard Knef (1925–2002), die am 28. Dezember 2025 ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, mangelte es nicht. Über mehrere Jahrzehnte stand die selbstbewusste, emanzipierte Künstlerin immer wieder im Scheinwerferlicht und ließ die Öffentlichkeit an ihrem zerrissenen Leben zwischen Triumphen, Krisen und Abstürzen teilhaben. Die schillernde Persönlichkeit faszinierte auch den 1983 geborenen Hamburger Comickünstler Moritz Stetter. Die Knef nannte er seine mehr als 200 Seiten umfassende Graphic Novel, die ein facettenreiches, spannendes Porträt der unverwechselbaren Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin zeichnet.

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  • Freddy Quinn mit Daniel Böcking: Wie es wirklich war [Andreas Vollberg]

    Freddy Quinn mit Daniel Böcking: Wie es wirklich war. Die Autobiografie – Höfen: Koch, 2025. – 264 S.: s/w-Abb.
    ISBN 978-3-85445-790-9 : € 25,00 (kart.; auch als eBook)

    Goldene Schallplatten, Kinoknüller, Fernsehshows, überhaupt eine Popularität ohnegleichen kürten Freddy Quinn (*1931) zum seinerzeit erfolgreichsten Schlagerstar Deutschlands. Umgekehrt schossen Legenden, Mythen und Widersprüche um seine Person ins Kraut. So verkörperte er für treue Fangemeinden und Oldiefreunde einen nach Weltumseglungen

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  • Schalten Sie ab! Neue Musik im Radio [Markus Bandur]

    Schalten Sie ab! Neue Musik im Radio / Hrsg. von Harry Vogt u. Martina Seeber. – o. O.: Wolke, 2025. – 232 S.: s/w-Fotos, Bibliogr., Reg.
    ISBN 978-3-955593-166-7 : € 29,00 (Pb.)

    Der harmlos-launig klingende Titel Schalten Sie ab! Neue Musik im Radio deutet in keiner Weise darauf hin, dass es sich bei dem von dem langjährigen Redakteur für Neue Musik im WDR, Harry Vogt, und der SWR-Redakteurin Martina Seeber herausgegebenen Band um eine bündige, aber profunde Darstellung aller anfallenden Arbeitsvorgänge und mitwirkenden Einrichtungen im Zusammenhang mit Neuer Musik im Rundfunk handelt (von den beiden Herausgebern erschien 2023 bereits im selben Verlag und in vergleichbarem Kontext der Band Radio Cologne Sound. Das Studio für Elektronische Musik des WDR, siehe Besprechung).

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  • Andreas Jakubczik: Helmut Zacharias. Vom Jazzgeiger zum Weltstar [Andreas Vollberg]

    Andreas Jakubczik: Helmut Zacharias. Vom Jazzgeiger zum Weltstar. Dokumente eines Lebens in bewegter Zeit / Mit einem Nachwort von Gerhard Klußmeier. – München: Allitera, 2025. – 143 S.: zahlr. farb. u. s/w-Abb.
    ISBN 978-3-96233-522-9 : € 24,90 (geb.)

    Das deutsche Fernsehpublikum aller Altersstufen kannte in den 1970-er und 1980-er Jahren den zauberhaft Geige spielenden Helmut Zacharias (1920–2002), der in Musik- und Quizshows auf ARD oder ZDF das Populärste an Schlagern und Evergreens instrumental servierte. Wer aber erahnte dabei nur im Ansatz, welches künstlerische Potential, welches produktive Schaffen (über 400 Kompositionen, 1.400 Arrangements, 13 Millionen verkaufte Schallplatten), überhaupt welche Lebensgeschichte der lächelnde Entertainer vorzuweisen hatte?

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  • Ereignis und Geschichte. Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik, Darmstadt 1962-1994 [Rüdiger Albrecht]

    Ereignis und Geschichte. Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik, Darmstadt 1962-1994 / Hrsg. von Susanne Heiter und Dörte Schmidt. – München: edition text + kritik, 2025. – 559 S.: Farb- u. S/W-Fotos und Abb.
    ISBN 978-3-96707-010-1 : € 48,00 (brosch.)

    Ein gutes Menschenleben lang gibt es die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik nun schon. Gegründet wurden sie 1946 und seit bald 80 Jahren finden sie regelmäßig statt, anfangs jährlich, seit 1970 biennal. Und dass zwischen Wolfgang Steinecke, dem ersten Leiter und Thomas Schäfer, der die Ferienkurse seit nunmehr 17 Jahren leitet, nur drei weitere Amtsinhaber jeweils 14 bzw. 19 Jahre tätig waren, spricht für Stabilität und Kontinuität – von Ermüdung kann keine Rede sein.

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  • Wendepunkte. Verfolgte und verfemte Komponistinnen und Komponisten vor und nach 1945 [Bernhard Wallerius]

    Wendepunkte. Verfolgte und verfemte Komponistinnen und Komponisten vor und nach 1945. Essays und Werkportraits / Hrsg. von Frank Harders-Wuthenow – Neuausg. – Berlin: Boosey&Hawkes u. Sikorski, 2024. – 48 S.: s/w und farb. Abb.
    ISBN 978-3-7931-4602-5 : € 15,00 (geheft.)

    In dieser Broschüre, die in Format und Inhalt einer Verlags-Promotion der Boosey&Hawkes-Gruppe gleicht (und letztlich auch eine solche ist), kommen sieben Autoren zu Wort. Ihre Beiträge werden getrennt durch z.T. kommentierte Verlagskataloge mit Besetzungsangaben und Diskographien zu den Themen Opern, Ballette, Symphonik, Solo-Konzerte undVokal- und Chormusik.

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  • Joseph Horowitz: Dvořáks Prophezeiung und das Schicksal der Schwarzen klassischen Musik in den USA [Peter Sühring]

    Joseph Horowitz: Dvořáks Prophezeiung und das Schicksal der Schwarzen klassischen Musik in den USA. Aus dem Amerik. von Christian Much. – Berlin und Hofheim: wolke, 2025. 260 S. : s/w-Abb.
    ISBN 978-3-95593-267-1 : € 34,00 (geb.)
    [Originalausgabe: Dvořák’s Prophecy and the Vexed Fate of Black Classical Music, New York 2022]

    Das Schwergewicht dieses Buches und den Umschwung in der Musikgeschichtsschreibung, den es verursachen sollte, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Es gab eine verborgene, auf schwarzen, also afroamerikanischen und indigenen, also indianischen Wurzeln basierende Tradition, die der Autor „amerikanische Klassik“ nennt, die vergessen, marginalisiert und unterdrückt wurde und dies bis heute ist.

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  • Opera buffa: Gestern und heute. Past and Present [Jürgen Schaarwächter]

    Opera buffa: Gestern und heute. Past and Present / Hrsg. von Arnold Jacobshagen – Würzburg: Königshausen & Neumann, 2025. – 424 S.: Abb., Tab., Notenbsp. (Musik – Kultur – Geschichte 22)
    ISBN 978-3-8260-9547-4 : € 54,00 (brosch.; auch als eBook)

    Die Opera buffa ist eine reiche, vielfältige Musikgattung, die sich nicht nur durch die „buffonerie“ auszeichnet, die in unterschiedlichster Weise zur Unterhaltung beitragen, sondern auch durch ein weites Spektrum zwischen dramatischem Scherz („scherzo drammatico“) und distinguiertem, raffiniertem Humor. Der vorliegende Band enthält zwanzig Beiträge, die anlässlich einer Tagung gleichen Titels entstanden, die 2024 in Köln abgehalten wurde.

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  • Federica Marsico: La corrispondenza di Sylvano Bussotti [Marica Coppola]

    Federica Marsico: La corrispondenza di Sylvano Bussotti. Il Fondo del Centro Studi NoMus. – Lucca: Libreria Musicale Italiana, 2024. – 300 S.: Abb. (RiverberAzioni – I quaderni di NoMus)
    ISBN 978-8855432603 : € 40,00 (kart.; auch als eBook).

    Sylvano Bussotti (1931, Florenz – 2021, Mailand) gehört zu den vielseitigsten Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der nicht nur als Komponist, sondern auch in der bildenden Kunst sowie in den Bereichen Theater, Kino und Fernsehen tätig war. Dementsprechend vielfältig ist der Nachlass von Bussotti, der sich nicht nur auf den Bereich der Musik beschränkt, sondern auch Materialien aus dem Bereich der bildenden Kunst sowie Filme umfasst.

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  • Johannes Kunz: Oscar Peterson. Portrait einer Jazzlegende [Friedegard Hürter]

    Cover: Johannes Kunz: Oscar Peterson. Portrait einer Jazzlegende

    Johannes Kunz: Oscar Peterson. Portrait einer Jazzlegende – Wien: Böhlau, 2024 – 211 S.: 61 s/w-Abb.
    ISBN 978-3-205-21959-0 : € 35,00 (geb., auch als eBook)

    Die Frage, ob es ein weiteres Buch über den kanadischen Jazzpianisten und Komponisten Oscar Peterson (1925–2007) braucht, ist durchaus berechtigt. Denn über den legendären Musiker, der als einer der technisch raffiniertesten und melodisch innovativsten Pianisten in der Geschichte des Jazz gilt, ist viel publiziert worden, seien es Bücher, Artikel oder Interviews. Nicht zuletzt hat Peterson eine auch in deutscher Sprache vorliegende Autobiographie verfasst.

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