
Beate Sorg: Christoph Graupner. Biographie eines Hofkapellmeisters. – Baden-Baden: Georg Olms, 2025. – 265 S.: Abb. (Studien und Materialien zur Musikwissenschaft ; 137)
ISBN 978-3-487-17157-9 : € 39,00 (Pb.; auch als eBook)
Sehr ehrenwert ist es, dass Michael Maul ‑ seines Zeichens Intendant des Leipziger Bach-Festes, sowie institutionalisierter Bach-Forscher und Bach-Archivar ‑ anstatt sich nur im Glanz seines allseits anerkannten Heros der Musik zu sonnen, hier in einem schönen Geleitwort eine Lanze für Christoph Graupner bricht, der ‑ ganz im Schatten des meist auf seine späten Leipziger Jahre reduzierten Sebastian Bachs stehend – auch ein zwar anders geartetes, aber quantitativ und qualitativ nicht minder imposantes geistlich-weltliches, vokal- instrumentales Œuvre hinterlassen hat. Maul plädiert dafür, ohne Bach kleinreden zu wollen, mit dem Kleinreden Graupners aufzuhören. Für seine illustren und markigen Worte kann man sich nur bedanken, und sie geben eine wunderbare Eröffnungsfanfare ab für ein Buch, das diese zwar nicht nötig gehabt hätte, aber doch eine kräftige Einladung für manchen potentiellen Leser abgibt, der vielleicht zögern könnte, dieses Buch wirklich aufmerksam zu lesen. Das aber lohnt sich nun wirklich.
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